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Eye Andi Appel Eye

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ist Gründer und Geschäftsführer von resonance (promotions). Für alle, die's interessiert, hier ein persönlicher Werdegang inklusive Auflistung aller Kompetenzen, Erfahrungen, Referenzen und was er halt sonst noch so für nennenswert befindet:

DER SOMMER UND ICH

Sommer of '86. Zum ersten Mal besuche ich im zarten Alter von 12 Jahren so etwas, das sie "Party" nennen. Und trinke zum ersten Mal so etwas, das sie "Bier" nennen. Und vor allem höre ich zum ersten Mal (bewußt) so etwas, das sie "Judas Priest" nennen. Oder "Black Sabbath". Oder "Iron Maiden". Am nächsten Tag kann ich mich komischerweise kaum noch an irgend etwas erinnern. Außer an "Breaking The Law", "Paranoid" oder "The Number Of The Beast"...


9 Jahre, einen Schulabschluß, diverse 08/15-Bürojobs und einen mehr denn seltsamen Besuch bei etwas, das sie "Bundesheer" nennen, später, finde ich mich im "Rockhaus Wien" wieder. Diese Location kenne ich bereits von meinen zahlreichen Besuchen bei diversen Konzerten, nun durfte ich tatsächlich hier arbeiten. Daß der ursprünglich ausgeschriebene Sekretariats-Job für meine Interessen und Kreativität zu uninteressant wurde (Bescheidenheit rules...), hat man hier gottlob schnell erkannt. Immer mehr durften meine Augen hinter die spannenden Kulissen blicken. Hier ein wenig Konzert-Organisations-Luft schnuppern, da einen Hauch des Booking einatmen. Dort ein wenig in die Untiefen der Promotion hinab tauchen, um auf der anderen Seite in den weiten Seen des Musik-Journalismus' den Anker zu werfen. Very interesting, indeed.

Diese beinharte Schule wird vier Jahre lang brav absolviert. Mittlerweile kenne ich so gut wie alle "wichtigen" Plattenfirmen-Menschen persönlich und bin mit zahlreichen Musikern per Du. Vertreter unterschiedlichster Medien gehen in meinem Büro ein und aus. Abertausende von Fans habe ich kommen und gehen gesehen. Veranstalter, Manager, Booker und andere finstere Gesellen versorgen sich und mich mit Bier. Der Sommer of '86 läßt grüßen.

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ZWISCHEN-BILANZ:

Hunderte von Gigs, einmal pro Jahr Mai- und, juhu, Donauinselfest. Etliche Interviews, Pressekonferenzen, Show-Cases. Mit ((in allen Belangen) höchst unterschiedlichen) Kalibern wie Brian May, Guano Apes, Dream Theater, Uriah Heep, Dimmu Borgir, Alkbottle, Obituary oder den Leningrad Cowboys Auge auf Auge. Teilweise auch Zahn auf Zahn ;-). Für Hans Krankl die Gästeliste umgedreht, für Yngwie Malmsteen zu McDonalds gefahren. Und bei Rammstein... egal. Die positiven Erinnerungen überwiegen die negativen um Lichtjahre. Wie etwa die Geschichte mit diesen unbekannten Mittelalter-Metallern aus Deutschland, welche ich - trotz etlicher Bedenken von allen möglichen Seiten - erstmals live nach Wien geholt habe. Heute füllen sie die Hütte automatisch. Es gäbe hier noch einiges aufzulisten, aber man(n) ist ja bescheiden (haha).

CHANGES

Schon Black Sabbath (jaja, der Sommer '86...) sangen von der Notwendigkeit ebensolcher und ich verspürte sie nach 4 (Arbeits-)Jahren im Rockhaus Wien, mittlerweile auf dem (richtigen) Weg zum "Planet Music".

Ich quitierte also schweren Herzens meine Dienste und wurde von einem gewissen Jürgen Rottensteiner von edel records Austria angerufen. Bruce Dickinson sei bald in der Stadt und jemand solle doch eine Pressekonferenz organisieren. Wie, ich (ich!) darf da hin? Na gut, wenn ich (ich!) wirklich hin darf, organisiere ich Euch auch die Pressekonferenz. "Das mit Bruce hast Du gut hingekriegt. Nächste Woche haben wir Savatage da und leider selbst keine Zeit...". Keine Zeit für Savatage?! So wurde meine geplante Karriere als Langzeitarbeitsloser durch die nunmehr schon wöchenlichen Aufträge der Firma edel gröber gestört, weswegen ich mich der Einfachheit halber entschloss, fix in deren Büro zu übersiedeln. Vorher erledigte ich noch diverse andere Aufträge, die immer mehr und immer internationaler wurden. Die BMG Schweiz schickte mir stappelweise Gotthard-Singles (kennen wohl die österreichische Radio-Landschaft nicht ganz sooo gut, hehe) und meine alten Freunde von Subway To Sally kamen einen halben Tag lang nicht aus ihrem Tourbus, weil ich ihnen im Halbstunden-Takt Journalisten zum Interview reinschickte.

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DIE BARNABITEN-JAHRE

Im hübschen edel-Promo-Office in der nicht minder hübschen Barnabitengasse lebte ich mich dann schnell ein und erlernte nach meinen bereits erworbenen Kenntnissen in den Bereichen Booking, Konzert-Organisation, Promotion und Musik-Journalismus auch das Plattenfirmen-ABC. Und noch mehr... Wien-Sightseeing für dauerbekiffte Stoner-Rocker? "Begleitschutz" für Popsternchen bei der "Licht ins Dunkel"-Gala? Von 9 Uhr morgens bis 9 Uhr abends Interview-Marathon mit französischen Produzenten? You're welcome. Und dank Status Quo durfte ich endlich auch einmal das Kaunertal in Tirol und die Macher von "Oh Du, mein österreich" kennenlernen. An wen außer Harry Prünster himself werden die bereits genannten Savatage gedacht haben, als sie den Text für "And Tonight He Grins Again" geschrieben haben? äh, weiter: Bier-Tests mit teutonischen Thrash-Metal-Legenden? ärger mit schwedischen Punkrock-Gören? Kopfschütteln über norwegische Black Metaller? Die erste eigene "Goldene"? Von mir aus. Und endlich - endlich! - mein erster eigener Marketing-Plan für Manowar! Von 0 auf 6 in den offiziellen österreichischen Album-Charts. Es gibt nichts, das es nicht gibt... ... und es gibt nichts, das man nicht noch machen könnte! Deswegen also

RESONANCE PROMOTIONS
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Die Erfüllung eines Traumes. Das Weitergeben persönlicher Erfahrungen, die Umsetzung ureigener Vorstellungen. Die Möglichkeit, Routine und Kontakte mit frisch-saftig neuen Ideen zu verknüpfen. Die Weiterentwicklung eigener Projekte und die Arbeit für verschiedenste Auftraggeber - von der aufstrebenden Underground-Combo bis zum Multi-Major - zur beiderseitigen Zufriedenheit. Einer Vision folgen, neue Pfade betreten.

Vorher noch ein letzter Rückblick. Ein letztes Zitieren des summer of '86. Party. Bier. Judas Priest, Black Sabbath, Iron Maiden.

Alles noch da. Na denn, es kann losgehen...



Andi Appel
resonance promotions
andi.appel@resonance.at
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